Schulterprobleme

DIE SCHULTER

Die Schulter besteht aus dem Schulterblatt,dem Schlüsselbein und dem Schultergelenk. Alle 3 Bestandteile arbeiten in einem fein aufeinander abgestimmten Team. Das Schulterblatt gibt dem Oberarmkopf zwei Gelenkflächen. Einmal ist da eine kleine Pfanne an der Außenseite des Schulterblatts und zum anderen stellt das Schulterblatt mit seinem Dach für den Oberarmkopf eine Gelenkfläche zur Verfügung. Die beiden Schulterblätter werden von platten, in viele Richtungen wirkenden Muskeln am Brustkorb gehalten und können in alle Richtungen gleiten.Dabei geben sie den Armen die Sicherheit und Kraft, alles zu erreichen.

Vorne am Körper empfängt das Schlüsselbein -länglich mit einer leicht gedrehten Biegung- das Schulterblatt gelenkig und hält sich mit seiner zweiten Seite vorne am oberen Teil des Brustbeins fest. Wenn man einen Menschen von oben sieht, liegt der Schultergürtel wie eine Ellipse um den Hals.

Rechts und links befinden sich die beiden Schulterblattdächer. Hinten sind die beiden oberen Ränder der Schulterblätter, und vorn münden die beiden Schlüsselbeine ins Brustbein. Alle Anteile sind hoch beweglich, da sie von verschiedenst angelegten Muskeln, auch in verschiedenen Schichten hoch komplexe Bewegungen leisten können.

Der Brustkorb und die damit verbundene Wirbelsäule sind Träger des Schultergürtels. Da die Halswirbelsäule und der Kopf muskulär eng mit dem Schultergürtel verbunden sind, können Bewegungen des Kopfes, des Brustkorbs oder der Arme nicht isoliert vorkommen. Kein Muskel kann hier ohne den anderen arbeiten. Entweder statisch oder dynamisch.

Beeinträchtigungen durch Unfälle, Arthrosen oder Entzündungen bedürfen daher einer genauen funktionellen Befundung, da das Netzwerk von Sehnen, Muskeln, Gefäßen und  Kleingelenken immer zusammenhängend reagieren. Hier sind die Ursachenbehebungen der Schlüssel zur gesunden Funktion. Sei es eine präzise Operation oder muskuläre manuelle Therapieformen.

PERIARTHRITIS HUMEROSCAPULARIS oder IMPINGEMENTSYNDROM

Mit starken schmerzhaften Bewegungseinschränkungen gehen Sehnenentzündungen im Schulterblattbereich dort einher, wo der Oberarmkopf unter dem Schulterblattdach verschwindet und einen Teil des Gelenkes bildet. Um die vielfältige, mitunter harte Arbeit von Armen und Händen zu gewährleisten, führen starke Muskeln und Sehnen unter das Schulterblattdach und verwachsen dort auf dem Oberarmkopf über eine Sehnenplatte. Wird es unter dem Dach zu eng, entsteht Reibung und auf längere Sicht Entzündung bis hin zur Verkalkung. Im Stadium von Reibung und Entzündung können die Funktionen wieder voll hergestellt werden. Verkalkungen können große Beschwerden machen, die aber auch physiotherapeutisch immer noch eine Chance mit sich bringen. Der Oberarmkopf kann ungehindert gleiten, wenn muskulär der Platz unter dem Schulterblattdach gewährleistet ist und das passiert am sichersten in der Bewahrung der aufrechten Haltung auch bei der Arbeit.